Originelles - Originale

Auch wenn die Zukunftsvisionen nicht allzu viel mit der Straßenbahn zu tun hatten - schon mehr mit mit der Eisenbahn, die unter dem Altenburgberg hindurchfährt, reizt es, einige Beispiele aus der "guten alten Zeit" zu bringen, wie zum Beispiel lustige Ansichtskarten, sog. "Zukunftskarten" und die Marktfrauen mit der Humsera... Die Marktfrauen hatten ihre Stände in unmittelbarer Entfernung zur Straßenbahnlinie. Schade, dass es kein Foto gibt, wo die Straßenbahn und die Marktfrauen gemeinsam zu sehen sind.

Es gab außerdem eine Vielzahl von gezähnten Werbemarken (Firmen, Institutionen), überraschender Weise sogar von den Marktfrauen. Man war einfach auf der Höhe der Zeit.  Siehe Galerie.

Um ganz andere, meist in Stein gehauene "Originale" geht es hier...

Zukunftsvisionen

Da blühte die Fantasie! Das wäre selbst heute bei den technischen Möglichkeiten eine kaum lösbare oder zumindest fast unbezahlbare Angelegenheit.

NEU!

NEU!

Eine köstliche Ansichtskarte: Der Anflug zum damaligen "Storchenhaus"
mit einem Zeppelin.
NEU! Futuristische Szene am Grünen Markt.

Marktfrauen und Humsera

Ja, es waren schon gestandene "Typen", diese Markthök'n (Gemüseverkäuferinnen ohne eigene Gemüsefelder), die ihre Verkaufsstände entlang der Straßenbahntrasse am Grünen Markt und am Maxplatz aufgebaut hatten. Das Standbild der legendären Humsera bei der Apotheke - rechtes Foto - erinnert noch an diese Zeit. Sie war für ihr loses Mundwerk bekannt. Mit dem Familiennamen hieß sie Hums, stammte aus der Heiliggrabstraße in Bamberg und war umgangssprachlich eben "die Humsera".
In der Galerie unten sieht man weitere alte Abbildungen um 1900 mit den "Markttypen", wie oft die Postkarten betitelt wurden. Mit gestrengem Aussehen ...


Eine sehr seltene Fotografie

Das Denkmal der Humsera heute - eine kleine Touristenattraktion - vor der Martin-Apotheke (bei der St. Martinskirche und Karstadt). Es sprudelt Trinkwasser.
Foto: Gerd Müller
Marktstand beim "Gabelmann" (Neptunbrunnen) am Grünen Markt in Bamberg
Die "Justitia" (wie wir sie nannten) auf dem Bamberger Wochenmarkt Maxplatz. Sie kam immer mit zwei Körben auf dem gebeugten Rücken zum Markt gelaufen und wog ihre Äpfel mit einer Handwaage ab. Als ich zufällig mal in der Nähe war, riss die Verankerung und sie bat eine Gärtnerin am benachbarten Stand, ob sie dort abwiegen könne. Natürlich durfte sie. So lief sie immer hin und her. Es war einfach rührend anzusehen! Schade, dass ich nie selbst auf die Idee kam, sie zu fotografieren ("Fränkischer Tag" vom 04.11.1975).
Aus dem ehem. Monatsmagazin "IN Bamberg", November 1995. Sie bot meistens Blumen an und streckte sie den Passanten auf dem Grünen Markt entgegen.

Galerie Marktfrauen & Co.

 

"Humsera Jetzerdla"


Es ist kein Wunder, dass ihr Hinterteil sehr "ausladend" ist. Sitzen Sie mal über hundert Jahre auf dem Hocker ...

 

Die "Humsera Jetzerdla" war auch beim 10. "Canalissimo"-Fest am ehem. Ludwig-Donau-Main-Kanal vertreten. Meine Güte, musste die Ärmste neben dem Bratwurststand leiden... (25.07.2015)

Stephan Zehentmeier, den es vor 20 Jahren aus seiner Heimatstadt Bamberg nach Düsseldorf zog, hatte eine Idee:

Er wollte dem legendären Bamberger Gärtnergewächs, der Humsera, ein modernes Denkmal setzen. In Zusammenarbeit mit einer Künstlerin initiierte er eine steingussbasierte Version für den Garten (72 cm hoch) und ein Plastikmodell in verschiedenen Farben. Wer mehr über Hintergründe und das Entstehen der Kunstwerke wissen möchte, kann dies mit einem Klick auf die pdf-Datei tun. Die Humsera-Website führt zu vielen weiteren interessanten Infos...

Humsera als Schlüsselanhänger

Wer sie immer mit sich herumtragen möchte: Hier ist ein weiterer Infolink...