Fahrpreise - Wertmarken

Scan aus der Broschüre „Öffentlicher Personennahverkehr in Bamberg“, Stadtwerke Bamberg 1991

Fast schon unglaubliche 20 Jahre blieb der Fahrpreis stabil: Er betrug vom November 1897 bis zum 30. April 1918 einheitlich pro Fahrt 10 Pfennige. Bezahlt wurde entweder mit Bargeld oder mit speziellen Metallmünzen, die in eine Zahlbox gegeben werden mussten. Die Kontrolle musste der Straßenbahnfahrer vornehmen. Schon damals gab es Personengruppen, die besondere Wertmarken kaufen konnten, sicher zu einem ermäßigten Tarif: Darunter fielen die Schüler, die Soldaten und – die städtischen Beamten. Da galt man noch was als "Privilegierter" :-).

Im Besitz des Briefmarkenvereins Bamberg befindet sich eine fast vollständige Kollektion dieser Wertmarken. Direktlink...

 

 

Repro: Gerald Raab, Staatsbibliothek Bamberg
Repro: Jürgen Schraudner, Stadtarchiv Bamberg
Repro: Gerald Raab, Staatsbibliothek Bamberg

Auf dem rechten Beleg steht geschrieben: "Billet der Bamberger Elektr. Straßenbahn. Seit Sommer 1918 erhöhter Preis von 15 Pfg., durch Schaffnerinnen eingezogen, während bis dahin der Betrag (10 Pfg.) in das Zahlkästchen geworfen wurde."

Ab 1917 gab man der besseren Kontrolle wegen nur noch Papierfahrscheine aus. Zwei Exemplare haben sich bei der Staatsbibliothek und dem Stadtarchiv erhalten.

In den Nachkriegswirren wurden die Vorläufer der Inflation immer spürbarer. So mussten die Fahrpreise zur Erhöhung der Rentabilität ab Mai 1918 bis Mai 1922 in neun Schritten schließlich bis auf 200 Pfennige erhöht werden. 

Galerie zum Blättern

 

Entwicklung und Rentabilität